25.06.2019

Die Speaker der #FASHIONTECH, Teil 2: MICHAEL MICHALSKY, DESIGNER Die Speaker der #FASHIONTECH, Teil 2: MICHAEL MICHALSKY, DESIGNER

In einer dreiteiligen Mini-Serie veröffentlichen wir Interviews mit drei der Speaker der #FASHIONTECH-Konferenz. Der zweite Interviewpartner ist der Designer Michael Michalsky.
Michael Michalsky ©Jet Set
Michael Michalsky ©Jet Set

Michael Michalsky ist der Gründer und Head Designer des Modelabels Michalsky sowie seiner Marke Michalsky Living. Außerdem betreibt er die Agentur Michalsky DesignLab. Seit Kurzem ist er außerdem Creative Director der 90er Jahre Kultmarke Jet Set, die im Januar 2019 neu lanciert wurde und auf der PREMIUM während der Berlin Fashion Week vorgestellt wird. Auf der #FASHIONTECH-Bühne spricht er darüber, wie sich Musik und Mode gegenseitig beeinflussen. Auch er hat im Vorfeld bereits drei Fragen beantwortet.

Was kann die Modebranche im Hinblick auf die digitale Transformation vom Musikgeschäft lernen?

Die Musikindustrie ist ein gutes Beispiel dafür, wie man den Anschluss fast verpasst. Lange wusste sie nicht, wie sie sich auf Innovationen und ein verändertes Verbraucherverhalten einstellen sollten. Nach einigen Jahren voller Verwirrung ist es mittlerweile anerkannt, dass Musik auf ganz verschiedene Arten konsumiert wird. Einige Leute kaufen Vinyl, andere nutzen Streaming-Dienste, andere hören Radio und viele möchten Musik live auf Konzerten oder Festivals erleben. Am Ende des Tages dreht sich alles um eine persönliche Erfahrung und mit Mode ist es dasselbe.

Streetwear und Hypebeasts sind in der Mode zunehmend weiter verbreitet. Welche Rolle spielt Musik in diesem Prozess?

Mode ist eine Erweiterung dessen, was Künstler mit ihrer Musik ausdrücken wollen. Dies begann im goldenen Zeitalter von MTV, als man einen besonderen Stil brauchte, um seine Musik zu visualisieren. Madonna, Duran Duran, Culture Club, Grandmaster Flash oder die Beastie Boys waren alle Hypebeasts ihrer Zeit und wurden stark dadurch inspiriert, was auf den Straßen getragen wurde. Einzigartiger und ungewöhnlicher war dann allerdings die Verwendung von Modemarken in Texten. Wir alle erinnern uns: "Halston, Gucci, Fiorucci ... this man is dressed to kill" aus dem berühmten Sister Sledge Song "He’s the Greatest Dancer". Heutzutage enthält fast jeder zweite Song Mode- oder Lifestyle-Marken in seinem Text.

Wie geht es mit der digitalen Transformation der Modebranche weiter?

In ein paar Jahren wird jeder einen Avatar für sich haben, der es ermöglicht, Modemarken auf ganz andere Weise als heute zu erleben. Und natürlich hilft uns unser eigener Avatar beim Online-Shopping.