02.07.2019 Interview

Growhouse-Aussteller IVANMAN im Interview Growhouse-Aussteller IVANMAN im Interview

Wir haben uns vor der Berlin Fashion Week persönlich mit dem Growhouse-präsentierenden-Designer Ivanman getroffen. Im Interview gibt er uns Einblicke zu seiner neuen Kollektion und was die Fashion Week für ihn bedeutet.
© Ivanman
© Ivanman

Das Menswear Label Ivanman steht für sportliche Eleganz und bunte Farben. Seit 2013 ist er Teil der Berlin Fashion Week und gönnt sich auch in diesem Sommer keine Pause. Gefördert von der Senatsverwaltung Wirtschaft Energie und Betriebe / Projekt Zukunft ist er dieses Mal Teil des neuen Ausstellungskonzeptes auf dem Vorplatz des ewerks. Wir trafen uns persönlich mit ihm in seinem Studio in Berlin-Mitte kurz vor der Fashion Week.

Du bist in dieser Saison Teil der Growhouses, welches von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert wird. Was bedeutet das für dich?

Ich habe vor ungefähr zwei Monaten davon erfahren, also Anfang Mai. Ich bin sehr froh, Teil der Growhouses auf dem Vorplatz zu sein. Ich bewege mich gerade von der High Fashion zur Sportswear. In der Krise momentan sehe ich keine Zukunft im High-Fashion-Bereich. Ich laufe selbst sehr viel und irgendetwas hat mich immer an meinen Trikots gestört, dass ich mir dachte, die könnte ich auch selber machen und mich in diese Richtung spezialisieren. Letzte Saison habe ich bereits mit Mavic kooperiert und gemerkt, dass in dieser Schiene noch viel frei für mich ist. 

Die Art der Präsentation dieses Jahr gibt mir mehr Zeit für meine Produktentwicklung. Alle fünf Monate eine Show auf die Beine zu stellen, ist schon ziemlich stressig. Ich will im Sommer zwar auch präsent sein, aber mein Fokus liegt gerade mehr auf der Winterkollektion. 

Also wird es im Winter noch sportlicher? 

Ich will gar nicht unbedingt viel sportlicher werden. Es soll schon ein High-Fashion-Aspekt bleiben, aber mit sportlichen Details. Ich will mich vor allem auf die sportliche Bearbeitung konzentrieren. Das ist total spannend. Ich will die Stücke so bearbeiten, dass man sie beim Sport tragen kann. 

Ich will so einen Mix aus Funktionalität und Fashion. Das ist das, was mich an der Mode überhaupt reizt. Konservative Schnitte mit sportlichen Elementen zu verbinden. 

Du hast dich ja besonders dem Joggen und Radfahren verschrieben. Im Winter trugen deine Models bereits Radschuhe...

Ja genau, das war die Kooperation mit Mavic. Wir haben ein Luxusschuhmodell entwickelt mit Carbon. Sportler sind bereit, sehr viel auszugeben für Kleidung. Besonders Läufer sind sehr eitel. Ich habe kürzlich einem Freund meine erste Laufshorts gezeigt und er meinte sofort, die müsse kürzer sein, damit man die Muskeln besser sieht.

Was können wir bei deiner kommenden Präsentation erwarten?

Meine Haupteinflüsse sind, wie du schon sagtest, Radfahren und Laufen und dieses Mal liegt dort auch der Fokus. Vor allem auf der Bearbeitung. Leichtigkeit spielt eine große Rolle. Von den Farben her habe ich mich reduziert, aufgrund des Neons, das ich mit einbringe. Da will ich nicht zu bunt sein und konzentriere mich auf nur zwei Farben. 

Du bist jetzt seit circa sieben Jahre bei der BFW dabei. Wie rekapitulierst du diese Zeit?

Vor circa fünf Jahre gab es eine Zeit, in der Berliner Designer international recht erfolgreich waren, die dann schnell nach London oder Paris gezogen sind und nach zwei Saisons pleite waren. Es gab Zeiten, da wurde mir gesagt, ich müsste jetzt mehr machen und groß rauskommen, aber das war mir nicht so wichtig.  Für mich war immer wichtig, dass ich Kontinuität habe. 

Bist du bei anderen Fashion Weeks dabei?

Ich bin häufig in Slowenien, Ljubljana dabei, weil ich da auch einige Kunden habe. Die Fashion Week dort ist recht klein, ihr Fokus ist daher sehr nach außen gerichtet. Hauptsächlich nach Italien. 

Worauf freust Du dich besonders in diesem Sommer? 

Auf den Besuch meiner Mama.

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