14.02.2021 202030

HUNDHUND: Transparenz mit aller Konsequenz HUNDHUND: Transparenz mit aller Konsequenz

"Welcome & Sniffle in."

Live und lang genug haben sie es vor Ort in Indien erlebt und gesehen, was Textilproduktion im 21. Jahrhundert in der Realität noch immer bedeutet. Die Designerin Isabel Kücke aus Hamburg und der Textilproduzent Rohan Hoole aus Adelaide, Australien, lernten sich durch ihre Engagements in der Fashionbranche in Indien kennen und lieben und zogen nach einigen Jahren mit dem Plan einer eigenen Company 2016 nach Berlin. HUNDHUND heißt ihre Mode, die gerade in Sachen Transparenz und Upcycling souverän neue Wege geht.

Zunächst der Name – eine Reminiszenz an jene buchstäblich täglichen Wegbegleiter von Isabel und Rohan – jene Vierbeiner, die die beiden in Indien stets am Morgen zur Arbeit fütterten und also aufs innigste mit dem Beginn ihrer Marke verbinden.
Besucht man HUNDHUND heute in Berlin, Wedding, im Lobe Block – ein begrünt und bewässertes Terrassen-Gebäude, welches als Architekturmonument der Zukunft eine Welt der schönen Künste in sich vereint – dann wird man jedenfalls als erstes von Ella, der schnittigen Corporate Hündin begrüßt: „Welcome & Sniffle in“ – bei HUNDHUND kann man alles live in einem Raum erleben: den kreativen Prozess im Atelier, die Menschen im Büro und dann natürlich den Shop dazu. 

Erschwinglich für die Community.

HUNDHUND Fashion hat den souveränen, zeitlos coolen „Urban-Style“, den auch der Shop und der Firmenauftritt online wie auch in der Architektur verspricht. Und das junge Brand stellt die Gemeinschaftswerte über sein ganzes Business. Das heißt zum Beispiel, dass alle Mode für die Like-minded Community, für die Gemeinschaft eben, erschwinglich sein soll.
Dafür lebt HUNDHUND die Transparenz in aller Konsequenz. So weit, dass bei sämtlichen Fashion-Teilen im Online-Store die exakte Kostenliste zu Erstellung des finalen Verkaufspreises aufgeschlüsselt und für den Käufer nachvollziehbar wird. Eine Nachhaltigkeitsschule für den Konsumenten der einsichtigen Art, denn, so sind Isabel und Rohan überzeugt, „wenn die Menschen verstehen, was hinter einer Preisgestaltung steht, dann investieren sie gerne entsprechend fair in ein favorisiertes Stück“.

Schönste Stoffreste werden zu neuer Fashion.

HUNDHUND lässt Indien in seiner Herstellungskette aus. Stattdessen wird in kleinen Fabriken in Europa produziert – in Litauen, Polen, Portugal – und die Lieferkette ist in ihrer gesamten Logistik kontrolliert.
Besonders interessant und wohl relativ einzigartig ist die Material-Quelle sprich der Bezug der Stoffe für die neuen Kollektionen. Dafür reisen die beiden Chefs nach Italien und stöbern in den Bergen von Stoffresten, die aus den Produktionen der großen Modehäuser und Luxusmarken liegenbleiben.

Designerin Isabel lässt sich von den meist herrlichen Qualitäten und wunderbaren Materialien direkt inspirieren. Erst mit diesen Stoffen in der Hand, mit den Mustern und Farben vor Augen, entwirft und gestaltet sie im Berliner Atelier dann die neue HUNDHUND Kollektion. Die Reste der Luxusmarken erfahren auf diese Weise eine zweite, neue und ganz eigene Interpretation. Man könnte es Upcycling der Nobelklasse nennen – die direkteste, ja naheliegendste Zweitverwertung bzw. Abfallvermeidung.
„Jede Saison“, so berichten die beiden, „ist unser Label ein Work in Progress und jeden Tag versuchen wir, es noch ein wenig besser zu machen.“ Wir sind begeistert. // Uta Gruenberger  

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