26.02.2020 Fashion & Technology

LUKSO bringt „phygitale” T-Shirts auf die Berlin Fashion Week LUKSO bringt „phygitale” T-Shirts auf die Berlin Fashion Week

Dass die Blockchain-Technologie ganz neue Perspektiven für die Kreativwirtschaft eröffnet, bewies LUKSO mit seinem spannenden Showcase.

Bei der Januar-Ausgabe der Berlin Fashion Week präsentierten die Gründer des Blockchain-Unternehmens LUKSO sogenannte „phygitale“ T-Shirts. Diese sind mit einer Blockchain verknüpft und können mittels Augmented Reality mit Instagram interagieren. Indem eine Kamera auf das Motiv gerichtet ist, wird das Design des T-Shirts verbessert. Bereits bekannte Anwendungen von Augmented Reality (AR) sind zum Beispiel Face Filters. Diesen AR-Anwendungsfall nutzen die Entwickler von LUKSO auch bei den T-Shirts: Eine Kamera erkennt das Muster und simuliert darauf basierend ein 3D-Objekt. „Mit phygital bezeichnen wir den Mix aus digital und physisch. Damit zeigen wir, was in den nächsten Jahren kommen wird, nämlich die Transition hin zu Virtual Reality und virtueller Experience“, erklärt Co-Founder Fabian Vogelsteller in einem Artikel von BTC Echo.

Neudefinition durch Blockchain

Die auf 50 Stück limitierte T-Shirt-Kollektion Øko Nomi ist dank Blockchain auch absolut fälschungssicher. Dafür sorgen RFID-Chips, die auf kryptographischen Verfahren beruhen, mit denen man diese authentifizieren kann. Das  Kopieren ist jedoch unmöglich. Gerade für Luxus- und Designerstücke eröffnet Blockchain vielerlei Anwendungsmöglichkeiten. Es können zum Beispiel Herkunft, Wege und Besitzer nachvollzogen werden. Dabei bleiben die digitalen Informationen stets einzigartig. Das erhöht den Sammlerwert. „Es wird ebenfalls den Einfluss der Nutzer auf die Markenpopularität stärken, da sie nun echte Werte an ihre Follower in Form von Einladungen, Vorteilen und Tokens verteilen können. Die Möglichkeiten sind endlos (…)“, sagt Vogelsteller in einem Interview, das wir mit ihm führen durften. Der Showcase zeigt, dass digitale Technologien auch in der Mode- und Luxusbranche bald neue Maßstäbe setzen werden. Mit ihren Innovationen könnte die Digitalisierung die Verwaltung von Assets, die Präsentation von Kollektionen und  das Markenerlebnis neu definieren.

LUKSO bedeutet „Luxus“

Das Berliner Startup LUKSO wurde 2017 von den vier Fashion-Tech-Entrepreneuren Marjorie Hernandez de Vogelsteller, Silke Bolms, Sarah-Jane Godman-Boritzki und Fabian Vogelsteller gegründet. Im Januar 2018 präsentierten sie ihre Blockchain erstmals im Rahmen der Berlin Fashion Week. Mit ihrem Showcase, den sie kürzlich präsentierten, zeigen sie eindrucksvoll die Innovationskraft des Berliner Büros. Vogelsteller ist Entwickler für die Software Ethereum und hat bereits bei einigen erfolgreichen Blockchain-Projekten mitgewirkt. Auch seine Partnerin und Mitgründerin, Marjorie Hernandez de Vogelsteller, hatte ursprünglich nicht viel mit Mode zu tun. Sie absolvierte ein Architekturstudium in Weimar, bevor sie sich der Kreativ- und Luxusbranche zuwandte. Silke Bolms ist PR-Strategin und Mitbegründerin der Agentur Silk Relations und Sarah-Jane Godman-Boritzki ist unabhängige Unternehmensberaterin für internationale Modehäuser mit Schwerpunkt auf Markeninkubation, Marketing und Vertrieb. Der Name des Startups, „Lukso“ ist ein Begriff aus der Sprache Esperanto und bedeutet übersetzt „Luxus“.

Weitere Informationen:

LUKSO

Interview mit Fabian Vogelsteller

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