01.07.2020 Fashion & Technology

Zukunft der Mode nicht ohne Digitalisierung und Technologie Zukunft der Mode nicht ohne Digitalisierung und Technologie

Für YOONA Technology-Gründerin Anna Franziska Michel ist Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in der Mode nur durch Digitalisierung möglich.

Bei einer Podiumsdiskussion am 1.7. im Brecht-Haus, beschäftigen sich Anna Franziska Michel, Gründerin von YOONA Technology und Digital Female Leader in der Kategorie Innovation, sowie Martin Wuttke, Gründer von Modeurope – Trendkonferenz der deutschen Lederindustrie und Head of Vision von Nextguru-Trendagentur, mit dem Thema der Digitalisierung und Technologie im Modedesign. Dabei gingen sie der Frage nach, ob Digitalisierung und Technologie die neue Avantgarde im Modedesign sind.

Praxisbeispiel G.A.N.

Für Michel ist klar, in welche Richtung sich Modedesign künftig entwickeln wird: „Ich denke, dass eine ganzheitliche Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Modebereich nur in Kombination mit Technologie erfolgen kann“. Mit ihrem Unternehmen YOONA Tech hat Michel eine KI entwickelt, die auf Basis von Neuronalen Netzen namens G.A.N. (Generative Adversarial Network), aus performance-analytischen Designdaten neue Designvorschläge generieren kann. „Das heißt, Bestseller Designs werden genutzt, um neue Bestseller Designs zu generieren. Ein G.A.N. funktioniert als eine Kombination von zwei Neuronalen Netzen. Das eine nennt man Generator und das andere Discriminator. Der Generator wird mit Designdaten gefüttert und sobald er ein Design präsentiert, das der Discriminator dem Designer zugehörigem Style erkennt, beginnt der Generator zu lernen und neue Möglichkeiten zu generieren. Dafür können nicht nur historische Unternehmenseigene Designdaten verwendet werden, sondern auch zukunftsorientierte Trendanalysen“, erklärt Michel. Als Basis können alle Bilddateien, wie Fotos oder technische Zeichnungen dienen. Auch 3D Designs funktionieren laut Michel sehr gut. Daraus werden neue 3D Designs generiert, die zum Beispiel auch Avatare begleiten können. „Die Technologie ist für Unternehmen toll und für die Kommunikation zwischen Designer, Produktionsmanager und den Produktionsstätten“, ist Michel überzeugt.

Anlässlich des Launches einer neuen Betaversion präsentierte YOONA Tech eine digitale Fashion Show und im Herbst soll eine größer angelegt Digitalisierungskampagne starten. „Wenn man es künstlerisch betrachtet erscheint das digitale Design als neue Avantgarde. Wir haben mit YOONA die Vision alle Designer mit digitalen avantgardistischen Designs zu unterstützen und die Vorstellung, dass in dieser Gemeinschaft auftretende Digitalisierung und Fortschritt, Berlin als führende Modemetropole zeigen kann“, sagt Michel abschließend.

Weitere Informationen:

YOONA Technology

YOONA TECHNOLOGY DIGITAL FASHION SHOW 2020 Teaser

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